Blender: Großes Update auf die Version 4.0 veröffentlicht

Blender
Computergraphik
3D
Python
Creative Coding
Autor:in

Jörg Kantel

Veröffentlichungsdatum

5. Dezember 2023

Auch wenn mir eigentlich das räumliche Vorstellungsvermögen abgeht, um erfolgreich 3D-Modelle zu erstellen, hatte ich in der Vergangenheit mit PoVRay (respektive dem leider nicht mehr weiterentwickelten MegaPoV), dem legendären, schon seit Amiga-Zeiten bekannten, freien (AGPL) Persistence of Vision Ray-Tracer, einige nette Ergebnisse hinbekommen, da dort die einzige Benutzeroberfläche ein Texteditor ist – und damit kann ich umgehen.

Nichtsdestotrotz habe ich immer wieder mal neidisch nach Blender geschielt, dem freien (GPL) und plattformüberfreifenden (Linux, Windows und macOS) rundum sorglos Paket für dreidimensionale Graphiken, das zudem mit Python gescripted werden kann. Aber irgendwie habe ich nie die Geduld aufgebracht, mich durch die Menüs der Software zu quälen.

Nun ist aber unter dem Motto »A Link to the Future« eine neue Version 4.0 von Blender veröffentlicht worden. Es ist ein großes Update und die neuen Features sollen sehr beachtlich sein, selbst Tante Heise ist des Lobes voll. Eine komplette Liste aller Neuerungen und Änderungen findet Ihr in den Release Notes. Und GamesFromScratch hat wie üblich ein Video zum neuen Release veröffentlicht.

Vielleicht sollte ich dies zum Anlaß nehmen, einen neuen Anlauf mit Blender zu wagen. Es gibt eine umfangreiche Playlist »Blender 4.0 Beginner Tutorial« mit zwölf Videos vom Blender Guru, die mir den Einstieg erleichtern sollten.

Doch warum sollte ich mich damit quälen? Wäre ich der picklige, hormongeplate Jüngling, der ich vor etwa 55 Jahren war, dann wüßte ich, warum: Die Playlist »How to Make Porn in Blender« von Anime Nyan (28 meist sehr lange (bis zu drei Stunden Laufzeit) Videos) wäre damals eine Motivation gewesen. Aber damals gab es weder erschwingliche (Home-) Computer noch eine Software wie Blender. Und heute wüßte ich nicht einmal, ob ich die Zeit dafür aufbringen möchte, mir diese Filmchen reinzuziehen. Doch ich wollte Euch diese Playlist nicht vorenthalten, denn – wie ein berühmtes Musical schon vor Jahren wußte – das Internet ist is for Porn.

War sonst noch was? Ach ja, wo ich gerade bei Adult Content bin. Der Kanal SixtyNine Gaming hat vor zwei Jahren ein Video mit dem Titel »How to make Adult Games and Visual Novels without any experience« auf YouTube hochgeladen. Wenig überraschend steht da Ren’Py bei der Frage der möglichen Game Engines ganz oben auf der Liste. Aber daß das textbasierte Twine dort ebenfalls empfohlen wird, hat mich dann doch überrascht. Die angekündigten Fortsetzungen zu diesem Video sind übrigens nie erschienen. So groß scheint das Interesse an Adult Content also doch nicht (gewesen) zu sein.


Bild: Ein weiblicher Android (huh?), erstellt mit DreamStudio. Prompt: »A female humanoid robot with blue skin, red lips, bright eyes, slim, stands at a table in a retro laboratory with strange tube devices and monitors and stacks building blocks. A young man with blue eyes, brown, curly hair and glasses in a colorful checked shirt and vest stands behind her and makes notes in a notebook. colored steampunk style«. Modell: stable-diffusion-xl-1024-v1-0, Style: Comic Book.