Aus der Nachbarschaft: Sonnenuntergang auf dem Emmauskirchhof

Neukölln
Neuköllner Bilderbogen
Parks und Gärten
Photographie
Autor:in

Jörg Kantel

Veröffentlichungsdatum

27. November 2025

Heute war ein herrlicher, sonniger Tag. Das habe ich ausgenutzt und bin mal wieder auf dem Neuköllner Emmauskirchhof gewesen, nicht nur, um an Gabis Grabstätte einen abendlichen Sonnenuntergang zu photographieren, sondern auch, um auf den Kampf um den nebenan liegenden Emmauswald hinzuweisen, der nicht einer skrupellosen Immobilienmafia geopfert werden darf.

Es hat sich in den letzten Wochen einiges um das umstrittene Bauvorhaben getan. Während ursprünglich die komplette Rodung des Waldes vorgesehen war, plant der Berliner Senat nun offenbar eine Überarbeitung des Bebauungsplans. Der Emmauswald könnte so in Teilen stehen bleiben, nicht aus Naturschutzgründen – die sind dem Senat egal und meist nur vorgeschoben –, sondern weil die Belange der Autobahn GmbH wegen der Nähe des »Britzer Tunnels« nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Zwar ist der Emmauswald der größte Wald Neuköllns, aber mit seinen knapp 3,8 Hektar nur geringfügig größer wie etwa zwei Fußballfelder. Daher verbietet sich jede Rodung, auch wenn die Hälfte der Bäume stehen bleiben sollte. Denn jeder Baum, der gerodet wird, ist ein toter Baum zu viel.

Ich stehe zu Gabis Vermächtnis: Der Emmauswald bleibt – Wald statt Asphalt!


Photo (cc) 2025: Jörg Kantel