»ICE Out Now«: Streets of Minneapolis
Eigentlich wollte ich mich ja – angewidert – aus der Politik zurückhalten. Doch gestern veröffentlichte »The Boss« Bruce Springsteen einen neuen Song »Streets of Minneapolis«, den er Alex Pretti und Renée Good widmete. Renée Good, Mutter von drei Kindern, war am 7. Januar von ICE-Agenten in ihrem Auto erschossen worden. Der Intensivpfleger Alex Pretti wurde vergangenen Samstag ebenfalls durch Schüsse von Angehörigen von König Trumps Privatarmee (wie Springsteen die ICE-Brigaden nennt) ermordet. Springsteen habe das Lied noch am gleichen Tag geschrieben, am Dienstag aufgenommen und am Mittwoch veröffentlicht, wie er schreibt.
In dem Lied singt er über »König Trumps Privatarmee«, »die auf unseren Rechten herumtrampelt« und über eine brennende Stadt »unter den Stiefeln der Besatzer«, die im Winter gegen »Feuer und Eis (Ice)« kämpfe. Man dürfe den »dreckigen Lügen« von Heimatschutzministerin Kristi Noem und dem Trump-Berater Stephen Miller nicht glauben.
Der Song scheint – wenn man die Reaktionen von Donald Trump liest – einen Nerv getroffen zu haben. So kann, ungeachtet des traurigen Anlasses, Politik wieder sinnvoll sein und Spaß machen.
Sicher, mit einem Protestsong kann man die Welt nicht verändern. Aber solch ein Song kann mobilisieren und solidarisieren. Darum ist in den Augen der Herrschenden ein »politisches Lied ein garstiges Lied«. Ich sollte meine Klampfe wieder hervorkramen.
Bild: Streets of Minneapolis, generiert mit Scenario. Prompt: »Bruce Springsteen stands on an improvised stage in Minneapolis with a guitar and sings “Streets Of Minneapolis”. Around him, a large audience holds up banners reading “ICE out.” It’s a sunny winter day in 2026, the cityscape is covered in snow. Colored classic American comic style.« Modell: Nano Banana Pro 🍌.
