Tolaria: Schon wieder ein Kandidat für meine digitale Rumpelkammer?

Tolaria
Zettelkasten
Markdown
Digitale Souveränität
Digital Garden
Autor:in

Jörg Kantel

Veröffentlichungsdatum

26. Mai 2026

In meinem Feedreader überschlagen sich zur Zeit die Hinweise auf Programme, die sich als Alternative zu Anytype, meiner digitalen Rumpelkammer, vorstellen. Erst vor wenigen Tagen kam mir dieser Beitrag unter: »Tolaria: The Local‑First, Open‑Source Note App That Blends the Best of Obsidian and Notion«. Denn Tolaria emfiehlt sich als Second Brain mit lokal gespeicherten Markdown-Dateien (mit YAML-Frontmatter und bidirektionalen Links ([[wikiLink]])), einer Synchronisation und Versionierung via Git (-Hub) und mit einer (unaufdringlichen) einer KI-Unterstützung. Natürlich ist die Anwendung plattformübergreifend (macOS, Linux, Windows) und Open Source (AGPL-3.0-Lizenz), sonst hätte sie gar nicht erst mein Interesse geweckt.

Tolaria besitzt keine Black-Box-Datenbank (was mich damals von Logseq mehr oder weniger panisch vertrieben hatte) und es gibt auch keine erzwungene Cloud-Abhängigkeit. In Tolaria ist jede Notiz eine saubere .md-Datei mit YAML-Frontmatter. Das bedeutet: Selbst wenn Tolaria morgen verschwinden würde, bleiben die Daten Euer Eigentum. Das ist gerade in der heutigen Zeit, wo die digitale Souveränität immer notwendiger wird, ein gewichtiges Argument.

Und es erleichtert die Zusammenarbeit mit anderen Wissenstools, wie zum Beispiel Joplin oder eben Anytype oder auch das von mir jüngst entdeckte Chronicler.

In Toleria wird der gesamte Vault zu einem Git-Repositorium. Jede Änderung und Löschung wird versioniert und protokolliert. Das erhöht die Sicherheit und die Verfügbarkeit solch einer Wissenssammlung ungemein.