Dreieck Späthsfelde: Manchmal zeigt ein Protest auch Wirkung

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Autor:in

Jörg Kantel

Veröffentlichungsdatum

4. Juli 2026

Spät(hsch)er P(l)an

Spät(hsch)er P(l)an

Anläßlich unseres Besuchs in den Späth’schen Baumschulen im Mai berichtete ich, daß der Berliner Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gäbler (SPD), das Gelände der Späth’schen Baumschulen für den Wohnungsbau plattmachen will und daß gegen diese Pläne auf dem Frühlingsfest Spaeth’er Frühling eine Unterschriftenaktion gestartet und eine Online-Petition ins Leben gerufen wurde. Auch die liebste aller Freundinnen und ich hatten unterschrieben.

Nun hat, nachdem die Späth´schen Baumschulen dem Senator am Freitag die Petition und 22.000 gesammelte Unterschriften übergeben hatten, die Stadtentwicklungsverwaltung einen Kompromiss mit der Späth’schen Baumschule gefunden. In einer Pressemittilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen heißt es:

Der Betrieb der Baumschule und die bestehenden kulturellen Nutzungen sollen deshalb am Standort planungsrechtlich gesichert werden. Mit dem vorliegenden Konzept wird der besondere Charakter des Gebiets mit den Späth’schen Baumschulen und dem Arboretum der HU Berlin erhalten und gestärkt. Die Baumschulenflächen mit dem Pflanzenverkauf, Hofladen, Gasthaus, Kräutergarten, blauer Märchenhütte, Baumschulenmuseum, historischem Kontorgebäude und Schwarzer Scheune werden als grüne Oase durch die Planung nicht tangiert.
In einem gemeinsamen Dialog mit den Späth´schen Baumschulen wurde das Konzept unter Berücksichtigung der verschiedenen zu beachtenden Belange dahingehend weiterentwickelt, dass ein großzügiges Grün- und Freiraumband die Kernfläche der Späth´schen Baumschulen umgibt und so der historische Charakter der Späth´schen Baumschulen weiterhin sichtbar und erfahrbar bleibt, ohne dass das Ziel des Wohnungsbaus in Frage gestellt wird.

Wo und wie genau die geplanten 2.500 Wohnungen nach dem nun gefundenen Kompromiss gebaut werden sollen, ist noch nicht öffentlich bekannt. Es gilt also, weiterhin wachsam zu bleiben.


Photo (cc) 2026: Jörg Kantel