Ink, Inky und das Web

Ink
Interactive Fiction
Spieleprogrammierung
Autor:in

Jörg Kantel

Veröffentlichungsdatum

18. Dezember 2022

Mit der gestern vorgestellten Playlist »Writing Interactive Fiction Using the Ink Game Engine«1 wurde ich daran erinnert, daß Ink/Inky von Hause aus einen Exporter mitbringt, der die interaktiven Geschichten, die Ihr mit dieser Engine geschrieben habt, für das Web aufbereitet.

Ich hatte das vor über vier Jahren schon einmal erkundet, aber so weit vergessen, daß ich heute fast einen halben Tage benötigte, um eine simple Geschichte ins Netz zu bringen. Nun bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden und Ihr könnt es hier erkunden. Die Geschichte ist nur ein proof of concept, daher mehr als kurz und sehr trivial, aber solltet Ihr dennoch steckenbleiben, hilft ein Klick auf »Neustart« rechts oben (hoffentlich!) weiter.

Das (Wieder-) Entdecken dieses Webexports eröffnet natürlich ein riesiges Füllhorn neuer Möglichkeiten, interaktive Geschichten und Spiele zu programmieren und zu erzählen. Da mein Rentnerstatus – anders als vor vier Jahren, als ich noch im Berufsleben stand – mir nun auch die Zeit spendiert, dies zu versuchen, bin ich hochmotiviert. Mein Kopf ist voller Geschichten, die erzählt werden wollen. Also schaun wir mal, was daraus wird.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf zwei weitere Playlists hinweisen, die ich (ebenfalls vor vier Jahren) schon einmal vorgestellt hatte. Beide stammen von Dan Cox (der Name bürgt für Qualität): »Learning Ink« besteht aus neun kurzen Videos und das damals noch schnell nacheschobene »Ink for the Web« enthält weitere vier (ebenfalls sehr kurze) Video-Tutorials.

Damals schrieb ich übrigens einen Vergleich, den ich auch heute noch sehr passend finde: Wenn Twine mit HyperCard zu vergleichen sei, dann ist Ink das Pascal für interaktive Stories. Und zusammen mit Ren’Py bilden Twine und Ink immer noch ein Trio Infernale der freien Werkzeuge für die Entwicklung narrativer Spiele, das kaum zu schlagen ist. Still digging!

Fußnoten

  1. Ich habe mir mittlerweile die ersten Folgen reingezogen. Inhaltlich sind die einzelnen Tutorials ziemlich gut, leider ist die Playlist dagegen sehr chaotisch geraten. Die Numerierung stimmt nicht mit der zeitlichen Abfolge überein und einige Videos scheinen zu fehlen. Man benötigt schon eine gewisse Experimentierfreude, um mithilfe dieser Filmchen Ink und Inky zu erkunden. Aber es lohnt sich.↩︎